Was kommt nach dem Tod?

Interreligiöser Trialog am 13. November

: Laden zum Trialog der Religionen über den Tod ein: (von links) der muslimische Seelsorger Dirk Vulhop, Dorothee Holz, Leiterin des Ludgerus-Werks, Pfarrer Christian Jaeger und Ludger Themann von der katholischen Gemeinde St. Gertrud. Foto: Stefan FreiwaldWas kommt nach dem Tod? Jede Religion beantwortet diese Frage anders. Jede Religion hat eigene Rituale für den Übergang ins Jenseits. Wie diese aussehen, was die Religionen eint und was sie unterscheidet, ist Thema des dritten interreligiösen Trialogs im Ludgerus-Werk Lohne. Am 13. November (Mittwoch) um 19 Uhr diskutieren Vertreter von Judentum, Christentum und Islam über den Tod. Veranstalter sind der Ökumenische Arbeitskreis, der Islamische Kulturverein und das Ludgerus-Werk.


Für den muslimischen Seelsorger Dirk Vulhop hat der Abend einen aktuellen Anlass: Die Diskussion um einen kommunalen Friedhof in Lohne, auf dem Menschen aller Religionen und auch Atheisten ihre Angehörigen beisetzen lassen können. Für Muslime gibt es im Landkreis Vechta bislang keine Möglichkeit, ihre Angehörigen beisetzen zu können. Viele Tote würde deshalb in die türkische Heimat zurückgebracht und dort beerdigt. Daher wirbt Vulhop für einen religionsübergreifenden Friedhof in Lohne. 


An diesem Abend kann jeder erfahren, wie Tod und Sterben im Islam betrachtet werden. 


Neben dem muslimischen Seelsorger sitzen die jüdische Religionswissenschaftlerin Gabriela Hadass Pollmann und Domkapitular Rudolf Büscher auf dem Podium. Das Thema Tod werde längst nicht mehr so stark tabuisiert wie noch vor einigen Jahren, hat der evangelische Pfarrer Christian Jaeger vom Ökumenischen Arbeitskreis festgestellt. „Viele Menschen reden ganz offen über das Sterben und welche Abschiedsrituale und Beisetzungen sie sich wünschen“, sagt Jaeger. Zu dieser Offenheit soll auch der Trialog im Ludgerus-Werk beitragen.


Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Für Anmeldung hier klicken.


Foto: Stefan Freiwald