Welcher Entspannungskurs ist der richtige?

Von Autogenem Training bis Yoga: Ein Überblick

 

Yoga und andere Entspannungskurse boomen. Es gibt in diesen hektischen Zeiten kaum einen besseren Weg zum Abbau von Stress und zu einem gesünderen Leben. Wir stellen die unterschiedlichen Varianten vor.

 

Yoga macht glücklich

Yoga ist eine philosophische Lehre, zu der sowohl geistige als auch körperliche Übungen gehören. Die Wurzeln des Yoga liegen in Indien. Bei uns stehen vor allem die Körperübungen im Mittelpunkt, die so genannten Asanas. Diese Yoga-Übungen trainieren Kraft, Flexibilität und Gleichgewicht. Zu einer Yoga-Stunde gehören in der Regel auch Tiefenentspannung, Atemübungen und Meditation. Ziel beim Yoga ist es, Körper, Geist, Seele und Atem in Einklang zu bringen und dadurch mehr innere Gelassenheit zu erreichen. Die beruhigende und ausgleichende Wirkung des Yoga ist ideal für gestresste Menschen.
Bei uns gibt neben Anfänger- und Fortgeschrittenen-Kursen auch spezielle Kurse für Schwangere und für Männer.
Hatha- oder Kundalini-Yoga? Die beiden bei uns gelehrten Yoga-Arten sind verwandt, wobei die Übungen bei Kundalini-Yoga meist rhythmischer und dynamischer sind.

 

Jin Shin Jyutsu berührt Sie

Dumpfes Kopfweh nach einem langen Arbeitstag? Setzen Sie sich aufs Sofa, ziehen Sie die Beine an, halten Sie Ihre kleinen Zehen. Zehn Minuten später geht es Ihnen schon viel besser. Jin Shin Jyutsu. Diese Jahrtausende alte Heilkunst, bei der ausschließlich mit den Händen behandelt wird, hilft bei so unterschiedlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen, seelischen Krisen und Schlafstörungen. Die Behandlung basiert auf den 26 körpereigenen Energiepunkten, mit denen sich durch Berührung Blockaden, die zu Verspannungen, Schmerzen und Niedergeschlagenheit führen, lösen lassen.

Reiki löst Blockaden

Ein Mensch und zwei Hände, mehr braucht man für Reiki nicht. Jeder von uns hat Lebensenergie (so die Übersetzung von Reiki) und kann sie auf andere und sogar auf sich selbst übertragen. Durch Auflegen der Hände auf den Körper strömt Energie, die Selbstheilungskräfte aktiviert und innere Blockaden löst. Ein Gefühl der Wärme und der inneren Ruhe - das empfindet fast jeder, der sich auf Reiki einlässt. Reiki löst bei einigen auch Schmerzen. Jeder kann die Methode auch bei sich selbst anwenden.

Progressive Muskelentspannung macht locker

Es klingt paradox: Um die Muskeln zu lockern, soll man sie mit aller Kraft anspannen. Wer jedoch eine einfache Übung ausprobiert, stellt fest: die Progressive Muskelentspannung funktioniert. Nach dem intensiven Anspannen, Halten und Loslassen fühlt der Körper sich wohlig entspannt an. Die volle Wirkung wird allerdings erst spürbar, wenn man sich unter professioneller Anleitung den gesamten Übungszyklus angeeignet hat. Als zweiten Schritt kann man eine verkürzte Form erlernen und innerhalb von weniger als zehn Minuten den ganzen Körper entspannen.

Autogenes Training ist Kopfsache

Durch das reine Sich-Vorsagen und -Vorstellen von Empfindungen wie Schwere, Wärme oder auch Kühle werden körperliche Entspannung und eine tiefe innere Ruhe erreicht - ohne sich zu bewegen. Autogenes Training spielt sich nur im Gehirn ab. Das kurze, intensive Abschalten erfrischt Körper und Geist, kann aber auch beim Einschlafen helfen. Jahrelanges, regelmäßiges Üben soll auf Gefühlsleben und Stimmung ausgleichend wirken. Unterricht in autogenem Training wird von den Krankenkassen bezahlt, wenn ein Arzt ihn verschreibt. 

Qi Gong bringt Körper und Geist zusammen

Noch vor dem Frühstück treffen sich viele Chinesen im Park. Ganz in sich gekehrt praktizieren sie ihre langsamen, fließenden Körperübungen. Qi Gong ist in China so etwas wie eine Volksbewegung. Es ist eine Mischung aus Meditation und Gymnastik. Die Vielzahl traditioneller Übungen tragen meist poetisch anmutende Namen wie „Den Himmel mit den Händen stützen“. Der Übende nimmt in seiner Vorstellung die Rolle eines Tieres an („Der Kranich breitet seine Flügel aus“) oder versetzt sich meditativ in die Natur, indem er sich zum Beispiel vorstellt, wie eine Kiefer fest verwurzelt zu sein. Jede einzelne dieser Übungen soll eine bestimmte Wirkung auf die Lebensenergie, haben. Die Übungen sollen sowohl die Gesundheit fördern als auch das seelische Gleichgewicht stärken.

 

Tai Chi Chuan: Vom Kampf- zum Gesundheitssport

Wenn man sich eine Übungsreihe des Tai Chi Chuan anschaut, so glaubt man kaum, dass es ursprünglich ein im alten China entwickelter Kampfsport zur Selbstverteidigung und für den Nahkampf ist. Im Tai Chi Chuan (oftmals auch „Schattenboxen“ genannt) gibt es waffenlose Formen und Bewegungen, die mit Waffen und Gegenständen wie Schwert, Fächer oder Stock ausgeführt werden. Heute wird Tai Chi Chuan jedoch auch in China meist aus gesundheitlichen Gründen praktiziert. Auch Tai Chi Chuan umfasst Meditation und bestimmte Bewegungsabläufe, bei denen der Übende sich gleichermaßen auf seine Atmung und seine Bewegung konzentriert. Tai Chi Chuan verwendet Elemente des Qi Gong, doch gibt es im Tai Chi Chuan zusätzlich längere Formen, also Bewegungsabläufe aus mehreren Elementen.

 

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